Altersklasse 1: (SchülerInnen der 1./2. Kl. Volksschule) und
Altersklasse 2: (SchülerInnen der 3./4. Kl. Volksschule) sowie
Sonderklasse: SchülerInnen von Sonderschulen

Wichtig: Bitte Alter der SchülerInnen bzw. Altersklasse angeben!

Male auf ein Blatt Papier (Format A3) eine Szene aus der Sage „Kaiser Maximilian in der Martinswand“.
Den Text dazu findest Du hier. 

 

KAISER MAXIMLIAN IN DER MARTINSWAND                                                                                                               Kaiser Maximilian war ein guter und gewitzter Jäger, der auf seinen Jagdzügen immer wieder große Gefahren bestand. Doch einmal geriet der Kaiser auf der Gämsenjagd bei Zirl in echte Todesnot. Maximilian hatte eine herrliche Gams erblickt und verfolgte sie bis in die steilen, felsigen Flanken der Martinswand. Höher und höher kletterte der Kaiser, nichts anderes als das verlockende Wild vor Augen. Doch plötzlich war die Gams mit einem halsbrecherischen Satz aus seinem Gesichtsfeld verschwunden und Maximilian bemerkte entsetzt, dass er von seinem Standplatz aus weder vor noch zurück konnte: Über ihm hingen drohend die Felsen, unter ihm gähnte die schaurige Tiefe und links und rechts war kein Weg oder Tritt. Weder von oben mit einem Seil, noch von unten mit Leitern war Hilfe zu erwarten. Er war ganz und gar in die Irre gegangen. Zwei ganze Tage und Nächte wartete Maximilian auf Rettung, dann schloss er traurig und verzweifelt mit seinem Leben ab: „ Ich sehe wohl ein, dass mir nicht geholfen werden kann. Vor mir steht der sichere Tod. Könnte ich doch noch die Sterbesakramente empfangen – oder sie wenigstens sehen!“ Diese Bitte schrie er nach unten, an den Fuß der Martinswand, wo sich unterdessen nicht nur sein Hofstaat, sondern auch eine große Menge Volk versammelt hatten, um für ihren geliebten Kaiser zu beten. Am dritten Tag hörte der erschöpfte Maximilian plötzlich ein Geräusch hinter sich. Erstaunt sah er einen jungen Mann in Bauernkleidern, der sich geschickt einen Weg über den Fels bahnte. Der Jüngling kam heran, nahm den Kaiser an der Hand und sagte: „Keine Angst, gnädiger Herr. Gott lebt noch und will euch retten. Folgt mir nur und fürchtet euch nicht!“ Da stieg Maximilian vertrauensvoll seinem jungen Führer nach, der ihm immer die richtigen Griffe und Tritte wies. Schon bald kamen sie an einen schmalen Pfad, der sie sicher nach unten führte. Man kann sich vorstellen, mit welcher Freude der Kaiser empfangen wurde! Doch als Maximilian sich nach seinem tapferen Retter umsah, um ihm zu danken, war dieser wie vom Erdboden verschwunden. Bald erzählte man, dieser Bauernbursch sei in Wahrheit ein Engel Gottes gewesen. Der geschwächte Kaiser wurde erst mit Speis und Trank versorgt, dann hob man ihn auf sein Pferd und brachte ihn zurück nach Innsbruck. Dort wurde zum Dank für seine glückliche Rückkehr ein großes Freudenfest veranstaltet. Kaiser Maximilian aber ließ die Stelle, von der er gerettet wurde, zu einer Grotte erweitern und darin ein großes Kruzifix errichten. Diese Maximilians Grotte ist bis auf den heutigen Tag bis ins Tal hinab zu sehen. (Quelle: Tiroler Sagen von Brigitte Weninger und Jakob Kirchmayr, erschienen im Tyrolia Verlag)

 

Klassenpreis

Zur Sage „Kaiser Maximilian in der Martinswand" kann auch eine Klassenarbeit eingereicht werden. Stellt dazu Szenen daraus als Bastelarbeit dar. Die dazu verwendeten Materialien und das Format können frei ausgewählt werden.

Altersklasse 3: (SchülerInnen der 1./2. Kl. AHS , NMS sowie in Südtirol 5. Kl. VS und 1. Kl. MS)

 

Lies den Beginn des unten stehenden Epos „Die Abenteuer des Ritters Theuerdank“, das Kaiser Maximilian selbst verfasst hat. Tauche ein in die Welt der Ritter, Könige und Meister des Schwertkampfes. Versetze dich in die Lage von Ehrenhold, dem Vertrauten und Freund des Ritters Theuerdank und schildere, was der Held im Zuge seiner abenteuerlichen Reise alles erlebt haben könnte (max. 500 Wörter).

 

Die Abenteuer des Ritters Theuerdank

 

Willkommen zur wundersamen Geschichte des Helden Theuerdank. Mein Name ist Ehrenhold – Vertrauter und Freund des edlen Ritters. Ich begleite ihn auf all seinen Abenteuern und bezeuge seine Heldentaten. Doch jetzt müssen wir aufbrechen, denn es gibt eine Neuigkeit: König Romreich ist gestorben. Seine Tochter Ehrenreich ist die neue Herrscherin und der edle Ritter Theuerdank wurde auserwählt, sie zu heiraten. Doch der Weg zu ihr ist weit und üble Schurken haben sich gegen ihn verschworen …  

 

Zahlreich sind die Abenteuer, die Ritter Theuerdank bestehen muss und die Hindernisse, die ihm die Schurken in den Weg legen, sind kaum zu überwinden.

 

Was glaubst du – was erlebt der Held auf seiner Reise? Welchen Gefahren begegnet er? Was tun die Schurken, um ihn von seiner Aufgabe abzuhalten?

 

Wird er es schaffen, seine Königin am Ende in die Arme zu schließen?

 

Informationen und Buchungen

Tiroler Sagen & Märchenfestival
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